Seit geraumer Zeit – eigentlich seit meinem wunderbaren Segeltörn letzten Herbst – bin ich mit dem Segelvirus total infisziert. Ich habe mich bei meinem Vater und Freunden mit Segelbüchern eingedeckt und sauge alle Infos, Erlebnisse, Eindrücke und Gedanken rund ums Segeln in mich auf. Momentan lese ich eine wunderbare Erzählung von Wilfried Erdmann: “Allein gegen den Wind”.
Als erster Deutscher bestand Wilfried Erdmann die größte Herausforderung der Meere: In 343 Tagen segelte er 32.000 Seemeilen um die Erde – allein, nonstop und gegen die vorherrschende Windrichtung. Eine Fahrt voller Freude, voller Leid. In einemmit subtiler Offenheit geführten Bordbuch hält er die lange Zeit, harte Polarstürme, Angst und Hochgefühle fest. Unmittelbar lässt der Extremweltumsegler an seinem inneren und äußeren Erleben teilnehmen. Dies macht das Buch zu einem einzigartigen Dokument der See- und Einsamkeitsliebe. Ergänzt wird der Text von aufwändigen Fotos, die der Alleinsegler per Fernauslöser gemacht hat.
Deshalb meine Buchempfehlung des Tages. Viel Spass damit!
